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PKW: Bevor Sie der Winter eiskalt erwischt!
News vom: 23.09.2019

News

 

UNSER TIPP:

Wer weit vor dem ersten Bodenfrost seine Reifen wechselt, hat kaum Wartezeiten für einen Servicetermin.

Lassen Sie doch bei dieser Gelegenheit gleich eine kleine Winterdurchsicht an Ihrem Fahrzeug durchführen.

Winterdurchsicht (klein)   Euro 32,73 inkl. MwSt (ohne Material)
(Sichtkontrolle) Licht-, Brems, Auspuff- und Scheibenwaschanlage


Räderwechsel (Komplett-Satz) Euro 35,00 inkl. MwSt
(Terminabsprache erbeten.)


Einlagerung Ihrer Räder (Komplett-Satz)
Aus Lagerkapazitätsgründen auf Anfrage.


Ihr theis/mundt PKW-Service-Team

Werkstatt-Öffnungszeiten: Mo.-Fr.    8.30-13.30 + 14.00-18 Uhr


Radschrauben / Muttern nachziehen?

Immer wieder werden wir gefragt:
Muss man dann wirklich die Radschrauben / Muttern nach der Montage nachziehen?
(Auf unseren Lieferscheinen und Rechnungen steht: Radmuttern nach 50 Km oder 1 Tag nach Montage nachziehen.)
Die einzig mögliche Antwort unsererseits heißt:

Ja - es ist ganz einfach Pflicht und nicht etwa Kür!

Trotzdem ist es in der Praxis so, dass noch nicht einmal 2% unserer Kunden nach kurzer Einfahrzeit
(50 Km oder 1 Tag nach der Montage) zum nachziehen (Drehmomentkontrolle) vorbeischauen.
Das ist zwar ein Indiz dafür das es selten notwendig ist, aber nur die Kontrolle bringt letztendlich Gewissheit! Deshalb können wir nur jedem Kunden dazu raten.

Dazu folgende Erklärung: Wir achten natürlich bei der Montage in unserer Werkstatt darauf die Räder gleichmäßig und mit dem vom Fahrzeughersteller vorgeschriebenen Drehmomentwerten anzuziehen.

So weit - so gut! Allerdings spielen noch einige andere Faktoren hierbei eine Rolle, die dazu führen können,
dass das Nachziehen erforderlich werden kann.

Faktor 1: Alter und Zustand der Rad- oder Stehbolzen und deren Gewinde. Gerade nach diesem, für unsere  Verhältnisse doch recht hartem Winter, sehen wir verstärkt die Folgen vonStreusalz an den Rädern und Radaufnahmen, was zur Folge hat, dass Räder auf ihrer Zentrierung "festrosten" und Schrauben sich nicht ohne weiteres lösen lassen, weil das Gewinde durch Korrosion beschädigt ist, und die Schrauben dadurch "festfressen". Dies kann dazu führen, dass Radmuttern bzw. Radbolzen beim Lösen / Abschrauben unter Umständen abreißen.

Faktor 2: Oftmals wurden Schrauben / Rad-Stehbolzen durch vorherige (unsachgemäße) Montage bereits "überdehnt". Das passiert meist durch das Arbeiten mit (nicht auf Drehmomentwert einstellbaren) Schlagschraubern, oder weil man es bei der „Handmontage“ "zu gut" meinte, ohne das richtige (Drehmomentschlüssel) Werkzeug. (Hier passt der Spruch – „Nach ganz fest kommt ganz los!“)

Überdehnte Schrauben sind oftmals die Ursache für sichlösende Radbefestigungen!

Das Problem hierbei ist, dass man es den Gewinden meist nicht ansehen kann ob sie "schon mal"
überdehnt worden sind.
Auch deshalb - nach kurzer Laufzeit - sicherheitshalber nachziehen!!!

Faktor 3: Die Felgenauflageflächen (an Felge und Radaufnahme FAHRZEUGSEITIG) sind durch
Korrosion
verschmutzt, oder beschädigt und nicht mehr gerade (plan). Das kann nicht nur zu
Vibrationen - trotz auswuchten - führen, sondern auch dazu, dass sich die Räder lösen.

Schmutz zwischen Radflansch und Bremsscheibe. Hierbei fallen Schmutzpartikel beim Lösen des Rades zwischen die Bremsscheibenaufnahme und die Bremsscheibe, und werden dann beim Anziehen des Rades eingeklemmt. Das Problem: Die Radbefestigung kann sich selbst nach einigen tausend Kilometern noch lösen!

Und selbst wenn die Verschmutzungen entfernt werden können (nicht immer restlos möglich), bleiben die beschriebenen Probleme.

Deshalb unsere Empfehlung: Radbefestigung nach kurzer Laufleistung immer nachziehen!

Nachtrag: Das Reifen/Räder-Test-Center RTC des TÜV Süddeutschland hat zu diesem Thema eine Grundsatzuntersuchung durchgeführt, was zu folgendem Ergebnis führte:
Bei vielen heute im Einsatz befindlichen Radbefestigungen kann ein Lockern von Radschrauben und
Radmuttern im Fahrbetrieb nach einem Radwechsel nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.
Als Einflussgrößen waren die Radlast, die Motorleistung, die Werkstoffpaarung Schraube / Radträger und
der Korrosionszustand der Anschlussfläche feststellbar.
Daher empfiehlt das RTC des TÜV Süddeutschland grundsätzlich nach jeder Radmontage - ob durch Werkstätten der Fahrzeughersteller, freie Werkstätten, des Reifenfachhandels oder auch durch Privatpersonen - das Nachziehen der Befestigungsteile nach einer Fahrstrecke von mindestens 20 km und maximal 200 km!!!